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RYL!-News _

Faszination Fliegen: Abschlussevent unserer Mentoring-Paare mit Airbus [11.07.2018]

Die Zeit verging wie im Flug: nach ereignisreichen sechs Monaten unserer Mentoring-Paare aus Hamburg mit ihrem jeweiligen Airbus-Mentor feierten sie vergangene Woche einen fulminanten Abschluss ihrer gemeinsamen Zeit. Bei diesem Abschlussevent, der Flying Experience, konnten die Mentees und Mentoren alles rund um das Fliegen erleben. So übten sie sich beispielsweise darin, einen aerodynamisch perfekten Papierflieger zu basteln und Drohnen in einem so genannten Drohnenkäfig durch mehrere Ringe fliegen zu lassen. Besonders begeistert zeigten sich die Teilnehmer als sie mit einer der sieben Propellermaschinen abheben und über Hamburg fliegen durften. Selbst für einige Airbus-Mentoren war der Flug in einem Motorflugzeug eine völlig neue Erfahrung.

Mit leuchtenden Augen blickten die Mentees und Mentoren auf ihre gemeinsame Zeit zurück. In den vergangenen sechs Monaten konnten alle Beteiligten viel voneinander lernen und vor allem für die Hamburger Schüler und Schülerinnen sowie die Studierenden war der Einblick in die Arbeitswelt und ein großes Unternehmen wie Airbus besonders wertvoll. Viele Mentees und Mentoren sind sich jedoch sicher, dass die gemeinsame Zeit mit der Flying Experience nicht enden wird. So erzählt ein Mentee freudig: „Es war sehr spannend sich mit dem Mentor zu meiner Zukunft auszutauschen. Wir werden auf jeden Fall noch länger in Kontakt bleiben.“

ROCK YOUR LIFE! auf europäischer Bühne! [04.07.2018]

Kooperationen zwischen Sozialunternehmen und herkömmlichen Unternehmen sind in den letzten Jahren immer häufiger geworden. Auch ROCK YOUR LIFE! setzt auf die intensive Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen Partnern, um Brücken zwischen Schülern, Studierenden und Unternehmen zu bauen. Das Potential dieser Kooperationen wird in der Praxis jedoch oft noch nicht vollständig ausgeschöpft. Deshalb arbeiten wir ständig daran, die Zusammenarbeit mit unseren Partnern noch besser zu machen und unsere Erfahrungen mit anderen zu teilen. Eine Studie der Europäischen Kommission über die Beziehungen zwischen traditionellen Unternehmen und Sozialunternehmen hat jetzt ergeben, dass ROCK YOUR LIFE! zu den fünf Organisationen Europas gehört, die den Impact ihre Kooperationen am besten evaluieren!

Aus diesem Anlass ist RYL!-Geschäftsführer Max seit gestern auf der Abschlusskonferenz der Studie in Brüssel. Dort wird er in einem Co-Creation Workshop über unsere Erfahrungen im Bereich Kooperationen sprechen und in weiteren Workshops Input von anderen Organisationen bekommen. Die Konferenz steht ganz im Zeichen des Austausches von Vertretern sozialer und traditioneller Unternehmen, um neue Wege der Zusammenarbeit zu finden.

Corporate Volunteering: Beitrag für die Gesellschaft und wirtschaftlicher Nutzen zugleich [20.06.2018]

Zunehmend mehr Unternehmen in Deutschland setzen auf gesellschaftliches Engagement. Dabei investieren viele Unternehmen nicht mehr nur Geld in gemeinnützige Organisationen. Viel mehr ermöglichen sie auch ihren Mitarbeitern, sich freiwillig mit ihrer Zeit, Arbeitskraft und Erfahrung innerhalb und außerhalb der Arbeitszeit für gesellschaftliche Zwecke zu engagieren. Letzteres wird als Corporate Volunteering bezeichnet.

Die Praxis-Studie des UPJ e. V. „Corporate Volunteering in Deutschland“ kommt zu dem Ergebnis, dass Unternehmen mit Corporate Volunteering-Programmen vor allem einen Beitrag für die Gesellschaft leisten und gleichzeitig einen wirtschaftlichen Nutzen dadurch erzielen wollen. Sie wünschen sich also eine Win-win-Situation. Auch ROCK YOUR LIFE! bietet aktuell ein Coporate Volunteering-Programm im Rahmen der Kooperation mit der Airbus Foundation an. Dabei werden Airbus-Angestellte von unseren Kollegen von ROCK YOUR COMPANY! als Mentoren qualifiziert. Anschließend unterstützen die so genannten Airbus-Mentoren sechs Monate jeweils ein Mentoring-Paar.

In der Praxis-Studie fand UPJ heraus, dass Corporate Volunteering-Formate - wie auch bei ROCK YOUR LIFE! - häufig in 1:1-Begegnungen (74,1%) sowie in Form von Mentoring (68,5%) angeboten werden und besonders oft im Bereich Kinder und Jugend stattfinden (94,5%). Dabei beteiligen sich Mitarbeiter über alle Ebenen hinweg an den Corporate Volunteering-Aktivitäten: Vom Top-Management über den Angestellten bis hin zum Praktikanten und Werksstudenten sind alle vertreten. Das Engagement leisten dreiviertel der Studienteilnehmer teilweise oder ausschließlich während der Arbeitszeit und verbringen dabei 14,5 Stunden bis 6 Tage innerhalb eines Jahres. Darüber hinaus wirken sich die Corporate-Volunteering-Aktivitäten positiv auf die Entwicklung der Mitarbeiter aus. Ersteres stärkt nicht nur das Teambuilding (74,1%), sondern ermöglicht den Teilnehmern Mitgestaltungsmöglichkeiten (75%) und Abwechslung vom Arbeitsalltag (63%).

ROCK YOUR LIFE! Summit 2018: über uns hinauswachsen wie ein Kirschbaum [29.05.2018]

Mit knapp 200 Teilnehmern aus 38 Standorten und Trainern zelebrierten wir vergangenes Wochenende in Mannheim einen Summit mit spannendem Input, viel Herz und jeder Menge Spaß. Bei bestem Wetter inspirierte uns zuerst das ehemalige Mentoring-Paar Tim und Umut aus Berlin, das bereits 2012 beim Matching zusammenfand sich immer noch regelmäßig trifft, mit ihrer Geschichte.

Am Samstag sorgten unsere erfahrenen Trainer und Experten aus Unternehmen wie beispielsweise der Deutschen Bank dann für die maximale Potentialentfaltung unserer Standortvertreter. In 12 spannenden Workshops unter dem Motto „zusammen wachsen“ konnten unsere Rocker wichtige Inhalte für ihre tägliche Arbeit im Verein zum Beispiel zu den Themen Führung, Netzwerken und Zeitmanagement mitnehmen. Die ganze Jugendherberge Mannheim sowie die davor gelegene Wiese am Rhein war geprägt von Stuhlkreisen im Gras, sich in Rhetorik übenden Gruppen sowie Teilnehmern, die mit verbundenen Augen über Stock und Stein geführt wurden. Aber auch der Austausch zwischen unseren Standorten sollte nicht fehlen. So konnten einige Standortvertreter ihre Best Practices und Erfahrungen im Verein in kleinen Gruppen, den so genannten Elefantenrunden, vorstellen und diskutieren.

Zum krönenden Abschluss und passend zum Motto pflanzten wir gemeinsam einen jungen Kirschbaum, der mit den Wünschen unserer Mitglieder für ihren Verein geschmückt war. Diesen Baum schenkten wir der Jugendherberge Mannheim für die großartige Zusammenarbeit zum mittlerweile vierten Summit in ihrer Herberge. Wir sind immer noch überwältigt von der positiven Energie und der Dankbarkeit aller Teilnehmer, von denen 90 Prozent den Summit als gelungen bis sehr gelungen bewerten.

Mentoring hautnah: Wie es ist ROCK YOUR LIFE! Mentorin zu sein – Teil 2 [15.05.2018]

Vor einigen Wochen hatte ich, Gabriela Leiterin der Kommunikation bei ROCK YOUR LIFE!, bereits von meinem ersten Training als ROCK YOUR LIFE! Mentorin und der Begegnung mit meiner Mentee berichtet. Das war jedoch nur der erste Schritt und der Anfang von etwas ganz Neuem.

An einen Freitagnachmittag nach meiner Arbeit hatten sich Lisa* und ich verabredet. Es sollte unser erstes Treffen nach dem Kennenlernen im ersten Training sein. In diesem Training hatten wir auch Grundregeln der Mentoring-Beziehung festgelegt. Besonders hitzig wurde dabei die Grundregel zum Thema Pünktlichkeit diskutiert. Sind fünf Minuten Verspätung noch in Ordnung und wann muss ich mich melden, dass ich später komme? Nicht allen Mentees und Mentoren schien Pünktlichkeit wichtig zu sein. Dementsprechend gespannt war ich, ob Lisa pünktlich sein würde. Tatsächlich staunte ich nicht schlecht, als ich – fünf Minuten zu spät – am Treffpunkt eintraf und Lisa schon wartete. Das sorgte gleich für den ersten Lacher und das Eis war gebrochen.

Während wir durch die Stadt schlenderten, um ein schönes Café zu suchen, stellte mir Lisa viele Fragen: Was arbeitest du noch mal? Wohnst du eigentlich alleine? Hast du einen Freund? Welche Musik hörst du gerne? Es schien, als würden alle Fragen, die sie beim vergangenen Training nicht stellen konnte, jetzt aus ihr heraussprudeln. Brav beantwortete ich also ihre vielen Fragen und freute mich irgendwie darüber, dass sie offen und gesprächig war. Damit war meine Sorge, wir könnten uns erst einmal nur anschweigen, wie weggeblasen.

Im Café angekommen konnte ich auch endlich zu Wort kommen und fragte sie nach ihrem Wochenende - beim Training hatte sie mir erzählt, dass sie da auf eine tolle Party eingeladen sei. Es freute sie sichtlich, dass ich mir das gemerkt hatte und so berichtete sie von ihrem Abend, ihrer besten Freundin, der guten Musik und wie lange sie durchgetanzt hatte. Nach einiger Zeit des Plauderns lenkte ich unser Gespräch jedoch auf unsere Ziele in der Mentoring-Beziehung. Mir war es zwar wichtig, dass wir uns gut verstanden und Spaß hatten, um eine gute Grundlage für unsere gemeinsame Zeit zu schaffen. Aber dank des Trainings war mir auch klar, dass ich als Mentorin nicht nur Freundin zum Kaffeeklatsch bin, sondern mit Lisa an ihren Zielen arbeiten möchte. Diese sind ihr Deutsch zu verbessern, um einen wichtigen Test im Juni zu bestehen und einen passenden Ausbildungsplatz zu finden.

Als wir über die Verbesserung ihrer Deutschkenntnisse sprachen, wurde mir jedoch schnell klar, dass es gar nicht so einfach ist, ihr dabei direkt zu helfen. Natürlich kann ich sie unterstützen, indem wir viel miteinander sprechen und über WhatsApp schreiben. Aber sollte das ausreichen? Ich war mir sicher, da war noch mehr möglich. So vereinbarte ich mit ihr, dass wir uns regelmäßig treffen, um die Deutschhausaufgaben gemeinsam zu erledigen. Im Gegensatz dazu gestaltete sich die Suche nach dem Ausbildungsplatz anfangs schwieriger. Lisa hatte sich zwar schon einige Gedanken gemacht, war aber noch sehr unentschlossen. Wirklich weiterhelfen konnte ich ihr in diesem Moment auch nicht, war meine Berufsorientierung im Vergleich zu den anderen Mentoren, die mitten im Studium waren, doch schon länger her. Zudem hatte ich mich damals auch kaum mit Ausbildungsplätzen auseinandergesetzt. Daher war für uns klar, wir müssen mit kleinen Schritten beginnen. Während ich mir erst einmal einen Überblick über mögliche Ausbildungsplätze verschaffe, spricht Lisa mit der Berufsberaterin an ihrer Schule. Im nächsten Treffen wollen wir dann erarbeiten, was Lisa Spaß macht und wo ihre Stärken und Talente liegen. Mit den Ergebnissen aus der Recherche und Lisas Potential sollten wir in den kommenden Treffen hoffentlich den einen oder anderen passenden Ausbildungsplatz für sie finden.

Wie wir weiterarbeiten, ob wir einen Ausbildungsplatz finden und was in eine Mentoring-Beziehung sonst noch so passiert, erfahrt ihr hier in vier Wochen.

*Name geändert